Ursachen Haarausfall
Um zu verstehen, was es mit dem unnatürlichen Ausfall von Haaren auf sich hat, sollte man zuerst die normalen Entwicklungsstufen eines Haares betrachten. Das Haar durchläuft im Normalfall drei verschiedene Entwicklungsphasen in einem sich ständig wiederholenden Zyklus.
Während der Wachstumsphase (fachlich: Anagenphase) entwickelt sich das Haar aus dem Haarfollikel und wächst über einen Zeitraum von bis zu 6 Jahren in die Länge. Darauf folgt die Catagenphase, die wenige Wochen andauert und eine Übergangsphase von der Anagenphase zur Telogenphase darstellt. Die Telogenphase ist eine Ruhephase, bei der das nun bereits „alte“ Haar langsam gelockert und anschließend abgestoßen wird, um Platz für ein neues Haar zu schaffen.
Bei einem gesunden Menschen mit natürlichem Haarwachstum werden ungefähr 90 % der Haare der Anagenphase zugerechnet. Die restlichen Prozente werden gemeinsam von Haaren in der Catagenphase und der Telogenphase besetzt. Dieses Verhältnis zeigt bereits sehr deutlich, dass täglich nur eine geringe Anzahl von Haaren auf natürlichem Weg ausfallen.
Das Haar durchläuft seinen natürlichen Zyklus durch die verschiedenen Entwicklungsphasen. Wird dieser Zyklus gestört, verändern sich auch die prozentualen Verhältnisse, beispielsweise indem die Anagenphase deutlich verkürzt wird. Nach außen sichtbar wird der vermehrte Haarausfall, der unter Umständen auch lichte oder kahle Stellen hinterlassen kann.
Die Gründe, die zu Haarausfall führen, können dabei sehr unterschiedlich sein. Entgegen der verbreiteten Meinung betrifft Haarausfall sowohl Frauen als auch Männer, wenn auch die Auswirkungen sehr unterschiedlich sein können und Männer durchaus häufiger und in größerem Ausmaß betroffen sind als Frauen.